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Es gibt wenig deutsche Künstler, denen es gelingt, die Musiklandschaft über Jahrzehnte nachhaltig zu prägen. Joachim Witt ist so eine Ausnahme. Einst Vorreiter der Neuen Deutschen Welle, gelingt ihm Ende der Neunzigerjahre mit dem Auftakt der Werkreihe "Bayreuth 1, 2 & 3" (1998, 2000 &2006) ein weiterer, sensationeller Erfolg. Über drei Alben vereint Witt harten Rock, romantische Lyrik und politisches Engagement. Immer wieder hält er als zynischer Kritiker einer partiell pervertierten Gesellschaft den Spiegel vor. Besonders deutlich wird das auf den beiden Alben "Eisenherz" (2002) und "Pop" (2004), die im selben Zeitraum erschienen. "Auf Ewig – Meisterwerke" (2007) stellt diese Songs in einen neuen Kontext und zeigt Witt als moralischen Wächter mit emotionalem Tiefgang. Wie exzellent sich das sarkastische Frühwerk in diese Schaffensphase einreiht, belegen die großen 80er-Hits "Goldener Reiter" und "Tri Tra Trullala (Herbergsvater)". Zusammen mit zwei neuen Songs spannen sie den Bogen, der Witt als überzeugendes Gesamtkunstwerk präsentiert. Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um sehr viel mehr als um eine übliche Best-Of-Kopplung. "Auf Ewig" stellt einen sehr persönlichen Soundtrack einer Künstler-Karriere dar. Und der erschließt sich natürlich nicht nur jenen, die Joachim Witt in der einen oder anderen Phase begleitet haben.
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